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Akupunktur

Die Wirkungsweise der Akupunktur läßt sich nur aus dem chinesischen Verständnis von Gesundheit erklären: Der gesamte Organismus ist von einem dichten Netzwerk von Kanälen (Meridianen) durchzogen, durch die nach altchinesischer Auffassung das Qi (die Lebensenergie) mit ihren Anteilen YIN und YANG fließt. Diese beiden lebenserhaltenden Kräfte sind im Körper gleichzeitig, jedoch als Gegenpole, wirksam. Ihr völliges Gleichgewicht im Organismus stellt den idealen Gesundheitszustand dar. Ein Ungleichgewicht führt zu körperlichen und seelischen Symptomen und auf Dauer zu Krankheit. Ein gestörter Energiefluss wird für Erkrankungen verantwortlich gemacht und kann durch die Reizung von bestimmten Punkten auf den Meridianen reguliert werden – dadurch werden Störungen im Körperinneren beseitigt oder gelindert, ein Zuwenig oder im Gegenteil ein Zuviel von Yin und Yang kommt wieder ins Gleichgewicht.
Der Blick auf eine Akupunkturtafel mit den verschiedenen Meridianbahnen macht verständlich, warum zum Beispiel auch fern vom eigentlichen Schmerzgeschehen gelegene Akupunktur punkte in der Behandlung eine Rolle spielen können. Um eine Krankheit wirkungsvoll zu bekämpfen muß der Arzt häufig den gesamten Meridian als Funktionskreis energetisch stabilisieren (also nicht nur eine lokale Stelle). Klinische Studien zeigen eine Wirksamkeit der Akupunktur bei durch Kniegelenksarthrose bedingten Schmerzen, bei chronischen tiefen Rückenschmerzen und bei der Prophylaxe von Migräneattacken.
Es bestehen deutliche wissenschaftliche Hinweise dafür, daß bei den genannten Beschwerden die Wirksamkeit von Akupunktur deutlich höher als die einer schulmedizinischen Behandlung ist.

Wie wird eine Akupunkturbehandlung durchgeführt?
Eine Akupunktursitzung dauert etwa 30 Minuten. Der Patient wird ruhig und entspannt gelagert.
Vor dem Einstich einer Nadel wird die Stelle und die unmittelbare Umgebung abgetastet.
Während einer Sitzung werden immer so wenige Nadeln wie möglich gestochen, normalerweise sind es 10-12 Nadeln.
Die komplette Behandlung umfaßt in den meisten Fällen 10 Sitzungen.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Im Allgemeinen treten bei sachgemäßer Handhabung der Akupunktur kaum Nebenwirkungen auf. Wir verwenden nur steril verpackte Einmalnadeln, durch die keine Infektionskrankheiten übertragen werden können.

An der Einstichstelle, kann sich in seltenen Fällen ein kleiner Bluterguß bilden. Dieser ist gesundheitlich unbedenklich, kann jedoch im Gesicht für einige Tage ein kosmetisches Problem darstellen.

Kosten der Akupunkturbehandlung: Alle Privatkassen, Beihilfen und die Post B zahlen Akupunktur normalerweise im Rahmen der GOÄ.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Akupunkturbehandlung im Rahmen einer Schmerztherapie bei chronischen Rückenschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und bei chronischen Knieschmerzen, wenn die Beschwerden länger als 6 Monate bestehen.

Die Behandlung von anderen Erkrankungen, z.B. Kopfschmerzen, wird von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernommen.

Frau Hasani macht zur Zeit eine Akupunktur-Fortbildung.


Terminsprechstunde: Dienstag Nachmitag, 15.00 bis 17.00 Uhr